Wissenswertes rund um Niedrigstenergiegebäude, EnEV, EEWärmeG sowie weitere Verordnungen.

Für Niedrigstenergiegebäude sind geringer Primärenergiebedarf bei der Anlagentechnik und besserer Wärmeschutz für die Gebäudehülle ein Muss.

Die EU Gebäuderichtlinie der Europäischen Kommission und die EU Richtlinie zur Energieeffizienz haben zum Ziel, Gebäude in den Mitgliedsstaaten künftig energieeffizienter zu planen, zu bauen und zu betreiben. Es soll ein Niedrigstenergiestandard für Gebäude eingeführt werden. Deutschland hat das Energiesparrecht im Sinne der EU Richtlinien fortgeschrieben und beide Aspekte – Wärmeschutz der Gebäudehülle und energieeffiziente Anlagentechnik – in der EnEV Energieeinsparverordnung zusammengeführt. In einem Energiesparrecht für Gebäude sollen alle drei parallel laufenden Gebäuderegelungen - EnEG, EnEV und EEWärmeG - zusammengeführt werden. Der Gesetzgeber legt damit die Rahmenbedingungen zum Energiesparen fest.

EnEG, EnEV und EEWärmeG - drei Regularien, ein Ziel: Mehr Energiesparen!

Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG)

wurde zur Verbesserung der Handelsbilanz, d. h. zur Reduzierung der Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland von importierten Energieträgern erlassen. Es ermächtigt die Bundesregierung zum Erlass von Verordnungen. Die Zustimmung des Bundesrates ist dabei erforderlich. Seither dürfen auf der Grundlage des EnEG Verordnungen erlassen werden, die energetische Anforderungen an Gebäude und ihre Anlagentechnik stellen.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV)

ist Teil des deutschen Baurechts. Sie legt fest, wie ein Gebäude energieeffizient geplant, gebaut oder modernisiert wird. Die EnEV bewertet das Gebäude als ganzheitliches System. Das bedeutet, dass neben dem baulichen Wärmeschutz auch die Anlagentechnik (Heizung) und die Warmwasserbereitung in die Bilanzierung der Energiegewinne und -verluste einbezogen werden.

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

schreibt vor, dass die Wärme zum Heizen, Kühlen und für Warmwasser teilweise durch erneuerbare Energie gedeckt werden muss. Alternativ kann auch die Energieeffizienz des Gebäudes erhöht werden, z. B. durch eine bessere Wärmedämmung.

Das Energiesparrecht für Gebäude kommt

Die Staaten der Europäischen Gemeinschaft haben sich darauf geeinigt, spätestens ab 2021 den Niedrigstenergie-Neubau als Standard einzuführen. Für öffentliche Gebäude gilt dieser Standard bereits ab 2019. Als Messlatte dienen sowohl der Primärenergiebedarf für die Anlagentechnik zum Heizen, Wassererwärmen, Lüften und Kühlen und bei Nichtwohngebäuden auch zum Beleuchten, als auch der Wärmeschutz der Gebäudehülle. Die EU Kommission plant eine „Guidance Note“ zum Niedrigstenergie-Gebäudestandard, in der ein höchstzulässiger Jahres-Primärenergiebedarf festgelegt wird. Bis Ende 2016 müssen auch in Deutschland die energetischen Anforderungen an neu errichtete Gebäude festgeschrieben sein. Die Bundesregierung möchte in einem Energiesparrecht für Gebäude alle drei parallel laufenden Gebäuderegelungen - EnEG, EnEV und EEWärmeG - zusammenführen.

Außerdem sollen

Weitere Informationen zu EnEG, EnEV und EEWärmeG sind auf www.EnEV-online.de veröffentlicht.

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